Was gibt mir Energie – und was raubt sie mir?

Es gibt Tage, da fühlen wir uns voller Energie. Wir bekommen Dinge erledigt, haben Lust auf das, was vor uns liegt, können uns gut konzentrieren und am Ende des Tages ist vielleicht sogar noch etwas von unserer Energie übrig.

Und dann gibt es diese anderen Tage.

Eigentlich ist vielleicht gar nichts Besonderes passiert – und trotzdem fühlen wir uns erschöpft, ausgelaugt oder innerlich unruhig.

Manchmal wissen wir ziemlich genau, warum.

Manchmal aber auch überhaupt nicht.

Und genau dann finde ich eine Frage besonders spannend:

Was gibt mir eigentlich Energie – und was raubt sie mir?

Denn nicht alles, was uns Energie kostet, können oder müssen wir aus unserem Leben entfernen.

Aber wir können bewusster wahrnehmen, wo unsere Energie eigentlich hinfließt.

Energie ist mehr als körperliche Kraft

Wenn wir von Energie sprechen, denken wir vielleicht zuerst an Schlaf, Bewegung, Ernährung oder körperliche Gesundheit.

Natürlich spielen diese Dinge eine Rolle.

Aber unser persönliches Energieempfinden kann von sehr viel mehr beeinflusst werden.

Ein Gespräch kann uns Energie geben – oder uns danach vollkommen erschöpft zurücklassen.

Ein voller Terminkalender kann sich an einem Tag richtig gut anfühlen und uns an einem anderen überfordern.

Zeit allein kann wohltuend sein. Für einen anderen Menschen entsteht neue Energie vielleicht gerade durch Gemeinschaft und Austausch.

Auch Gedanken können Energie binden.

Wenn wir stundenlang über eine Entscheidung nachdenken, uns Sorgen machen, gedanklich immer wieder dieselbe Situation durchspielen oder versuchen, Erwartungen zu erfüllen, kann das Kraft kosten, obwohl wir körperlich vielleicht gar nicht viel getan haben.

Deshalb lohnt es sich, Energie nicht nur körperlich zu betrachten.

Was gibt DIR Energie?

Auch hier gibt es aus meiner Sicht keine allgemeingültige Liste.

Was mir guttut, muss dir noch lange keine Energie geben.

Der eine entspannt bei einem langen Spaziergang in der Natur. Der andere bekommt Energie durch Sport.

Jemand braucht Ruhe.

Ein anderer Musik.

Kreativität.

Ein gutes Gespräch.

Zeit mit Menschen, bei denen er einfach er selbst sein kann.

Oder vielleicht auch eine halbe Stunde ganz allein mit einer Tasse Kaffee.

Genau deshalb finde ich Ratschläge wie „Du musst einfach mehr …“ oft schwierig.

Denn die viel interessantere Frage lautet:

Was funktioniert für dich?

Und weißt du das überhaupt?

Manchmal sind wir so sehr damit beschäftigt, unseren Alltag zu organisieren, dass wir gar nicht mehr bewusst wahrnehmen, was unsere eigenen Energiereserven eigentlich auffüllt.

Und was raubt dir Energie?

Bei Energieräubern denken wir schnell an anstrengende Menschen oder unangenehme Aufgaben.

Aber auch hier lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen.

Vielleicht kostet dich nicht die Aufgabe selbst so viel Energie, sondern der Druck, den du dir dabei machst.

Vielleicht ist es nicht das Gespräch, sondern dass du etwas nicht aussprichst.

Vielleicht ist es nicht dein voller Kalender allein, sondern dass darin kaum noch Zeit für dich selbst vorkommt.

Vielleicht kostet dich ein ständiges Ja Energie, obwohl du eigentlich Nein sagen möchtest.

Oder du versuchst, an etwas festzuhalten, das längst nicht mehr zu dir passt.

Manchmal sind Energieräuber sehr offensichtlich.

Andere verstecken sich in kleinen Gewohnheiten, Gedanken oder Situationen, die wir längst als normal betrachten.

Und genau deshalb kann es hilfreich sein, nicht sofort etwas verändern zu wollen, sondern zunächst einmal zu beobachten.

Nicht alles, was Energie kostet, ist schlecht

Das ist mir bei diesem Thema besonders wichtig.

Denn persönliche Entwicklung bedeutet für mich nicht, das eigene Leben so zu gestalten, dass möglichst nichts mehr anstrengend ist.

Auch Dinge, die uns wichtig sind, können Kraft kosten.

Kinder können uns unglaublich viel geben – und gleichzeitig anstrengend sein.

Eine berufliche Aufgabe kann uns erfüllen – und trotzdem Energie fordern.

Ein ehrliches Gespräch kann unangenehm sein – und trotzdem wichtig.

Auch Entwicklung selbst kostet manchmal Kraft.

Deshalb würde ich nicht nur fragen:

„Was kostet mich Energie?“

Sondern auch:

„Ist es mir diese Energie wert?“

Das verändert für mich den Blick auf das Thema.

Denn etwas kann anstrengend sein und trotzdem zu meinen Werten, meinen Zielen oder meinem Leben gehören.

Und etwas anderes kostet vielleicht immer wieder Kraft, obwohl es mir längst nichts mehr gibt.

Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Welche Rolle spielen meine Bedürfnisse?

Wenn unsere Bedürfnisse über längere Zeit wenig Raum bekommen, kann sich das auch auf unser Energieempfinden auswirken.

Vielleicht brauchst du Ruhe, gönnst sie dir aber kaum.

Vielleicht brauchst du Austausch, ziehst dich aber immer weiter zurück.

Vielleicht ist dir Freiheit wichtig, dein Alltag besteht jedoch fast ausschließlich aus Verpflichtungen.

Oder du brauchst Struktur und versuchst ständig, spontan mit allem umzugehen.

Dabei geht es nicht darum, jedes Bedürfnis jederzeit erfüllen zu können.

Das wäre im normalen Leben vermutlich kaum möglich.

Aber ich kann anfangen wahrzunehmen:

Was brauche ich gerade eigentlich?

Und:

Wie viel davon bekommt in meinem Alltag überhaupt Raum?

Schon diese Fragen können etwas verändern.

Wo fließt deine Energie hin?

Aus meiner systemischen Haltung heraus schaue ich gerne nicht nur auf einzelne Situationen, sondern auf Zusammenhänge.

Wenn du dich beispielsweise ständig erschöpft fühlst, könnte es interessant sein, nicht nur zu fragen:

„Was stimmt mit mir nicht?“

Sondern den Blick zu erweitern:

Wie sieht mein Alltag gerade aus?

Welche Rollen erfülle ich?

Welche Erwartungen gibt es – von außen und von mir selbst?

Wo sage ich Ja?

Wo würde ich eigentlich gerne Nein sagen?

Welche Menschen und Tätigkeiten tun mir gut?

Wo habe ich das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen?

Und wo kann ich einfach sein?

Damit verändert sich die Perspektive.

Wir betrachten nicht nur den Menschen isoliert, sondern auch das Umfeld und die Bedingungen, in denen er sich bewegt.

Energie & Wohlbefinden als Facette deines SeelenDiamanten®

In der SeelenDiamant®-Methodik ist Energie & Wohlbefinden eine wichtige Facette.

Denn wir können viele Vorstellungen davon haben, wie wir leben möchten – aber wir brauchen auch Ressourcen, um unser Leben tatsächlich gestalten zu können.

Dabei bedeutet Wohlbefinden nicht, dass wir uns jeden Tag großartig fühlen müssen.

Und Balance bedeutet für mich auch nicht, dass jeden Tag alles perfekt ausgeglichen sein muss.

Vielmehr geht es darum, die eigene Wahrnehmung zu schärfen:

Wie geht es mir gerade?

Was brauche ich?

Was stärkt mich?

Und wo verliere ich immer wieder Energie?

Je besser wir uns selbst kennenlernen, desto bewusster können wir mit unseren eigenen Ressourcen umgehen.

Deine Reflexionsfragen

Nimm dir vielleicht einen Moment und beantworte nicht sofort alles. Schau erst einmal, welche Frage dich spontan anspricht:

  • Was gibt mir im Alltag wirklich Energie?

  • Nach welchen Tätigkeiten fühle ich mich häufig besser als vorher?

  • Bei welchen Menschen kann ich auftanken?

  • Welche Situationen kosten mich regelmäßig besonders viel Kraft?

  • Gibt es Gedanken oder Themen, die dauerhaft Energie bei mir binden?

  • Wo sage ich Ja, obwohl ich eigentlich Nein sagen möchte?

  • Welche Bedürfnisse bekommen momentan zu wenig Raum?

  • Was tue ich regelmäßig, weil ich glaube, es tun zu müssen?

  • Welche Dinge kosten mich zwar Energie, sind es mir aber trotzdem wert?

  • Was kostet mich Energie, ohne dass ich darin noch einen Sinn für mich erkenne?

  • Woran merke ich eigentlich, dass meine Energie langsam weniger wird?

  • Was hilft mir, wieder aufzutanken?

Eine kleine Energie-Inventur

Wenn du möchtest, probiere in den nächsten Tagen einmal etwas ganz Einfaches aus.

Mach zwei Spalten:

Das gibt mir Energie.
Das kostet mich Energie.

Und dann beobachte deinen Alltag.

Nicht bewerten.

Nicht sofort optimieren.

Erst einmal sammeln.

Vielleicht steht ein und dieselbe Sache sogar in beiden Spalten.

Das ist vollkommen in Ordnung.

Ein Treffen kann dir beispielsweise viel Freude machen und dich gleichzeitig Kraft kosten.

Eine Aufgabe kann anstrengend sein und dir danach trotzdem ein gutes Gefühl geben.

Schau deshalb noch etwas genauer hin:

Was möchte ich häufiger in meinem Alltag haben?

Wovon brauche ich vielleicht weniger?

Und wo könnte ich etwas verändern, damit es besser zu mir passt?

Vielleicht findest du dabei eine kleine Veränderung, die du direkt ausprobieren möchtest.

Nicht zehn.

Eine reicht.

Du musst nicht jeden Tag voller Energie sein

Auch das gehört für mich zu Wohlbefinden dazu:

Uns zu erlauben, dass unsere Energie schwanken darf.

Wir sind keine Maschinen.

Es gibt Phasen, in denen wir mehr leisten können, und andere, in denen wir mehr Rückzug oder Erholung brauchen.

Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, ständig möglichst viel Energie zu haben.

Sondern darum, die eigenen Signale früher wahrzunehmen und bewusster mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen.

Auch das ist für mich ein Teil der SeelenDiamant®-Reise:

Nicht gegen sich selbst zu arbeiten, sondern sich immer besser kennenzulernen.

Und vielleicht kannst du dich heute einmal fragen:

Was könnte ich meinem Alltag hinzufügen, das meinem SeelenDiamanten® ein kleines bisschen mehr Energie und Strahlen schenkt?

Du möchtest noch tiefer einsteigen?

Dieser Blogartikel ist Teil der SeelenDiamant®-Reise.

Passend zum Thema findest du auf meinem YouTube-Kanal den SeelenDiamant®-Impuls „Was bedeutet echtes Wohlbefinden für dich?“

Dort betrachten wir Wohlbefinden noch einmal aus einem anderen Blickwinkel und du bekommst weitere Impulse und Reflexionsfragen für dich.

Außerdem gibt es passend dazu eine SeelenDiamant®-Körperreise zum Thema Wohlbefinden, mit der du dir bewusst Zeit nehmen kannst, wieder mehr bei dir und deinem Körper anzukommen.

So kannst du das Thema auf unterschiedliche Weise für dich entdecken: lesen, reflektieren, zuhören und selbst wahrnehmen.

Denn am Ende geht es nicht darum, was anderen Menschen Energie gibt oder was für sie Wohlbefinden bedeutet.

Es geht darum herauszufinden, was du brauchst, damit dein Leben für dich stimmiger wird.

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Was brauche ich, um mich mit anderen wirklich verbunden zu fühlen?